Wir wollen bestehende Marktmechanismen verändern

freelance-Pages.com ist ein Portal, das sich zum Ziel gesetzt hat, die direkte Beauftragung von Freelancern durch ihre Projektkunden zu unterstützen bzw. zu initiieren. Im Interview mit Ulrich Conzelmann, CEO der freelance pages AG, habe ich erfahren, was der Auslöser für dieses Business war und, wie die weitere Planung aussieht

Was war Auslöser und Motivation für Sie, freelance pages zu entwickeln? Welche Arbeit steckt dahinter? Auslöser waren meine eigenen Erfahrungen als Berater: Große Unternehmen sind ab ca. 2010 aus Angst vor Compliance-Problemen immer mehr dazu übergegangen, Freelancer nur noch über Vermittler zu beauftragen. Das funktioniert aber weder aus Sicht eines Freelancers noch aus Sicht der Einsatzunternehmen wirklich gut:

Das Vermittler-Geschäft ist kein funktionierender, effizienter Markt

Foto: Ulrich Conzelmann, CEO freelance pages AG

Die Transaktionskosten sind hoch, es dauert zu lange bis geeignete Freelancer gefunden sind und oft passen die angebotenen Projekte nicht zu den Skills der angefragten Berater. Unsere Vision ist ein funktionierender, effizienter Markt für Know-How. Die dafür notwendigen Mittel bereit zu stellen, das ist unsere Motivation, das treibt uns an. Das war der Auslöser für die Gründung des Startups freelance pages.

freelance Pages 3.0 mit künstlicher Intelligenz

Aber wie Sie sich sicher denken können, ist es nicht so ganz einfach, bestehende Marktmechanismen zu verändern. Wir mussten da viel ausprobieren und lernen. Teilweise hat der Markt nicht ganz so reagiert, wie wir das erwartet hatten. Nach fast zwei Jahren Entwicklung werden wir aber demnächst freelance pages 3.0 auf den Markt bringen. Freelance pages 3.0 setzt auf künstliche Intelligenz. Details dazu können wir leider noch nicht verraten. Vor allem für sehr große Unternehmen wird die Plattform dadurch aber sofort viel attraktiver. Und der Nachfrageschub, den wir uns davon versprechen, macht die Plattform auf der anderen Seite natürlich auch für Freelancer wesentlich interessanter.

Wir erwarten einen deutlichen Nachfrageschub

Was macht freelance pages einzigartig? freelance pages ist aus unserer Sicht die einzige Plattform in Deutschland, die für das Sourcing von Freelancern in großen Unternehmen und Konzernen gebaut ist. Andere Angebote werden ja meist nur von Vermittlern genutzt. Einkäufer oder Projektleiter in Unternehmen nutzen diese Datenbanken kaum, weil der Aufwand für die Recherchen dort recht hoch ist. Daneben gibt es noch Angebote für Click-Worker, auf denen kleinere Projekte für relativ wenig Geld gehandelt werden. Auch diesen Markt adressieren wir nicht.

Ist es schwieriger Kunden oder Freelancer zu finden? Leider lässt sich das eine von dem anderen kaum trennen. Wir haben hier ein Henne-Ei-Problem: Keine Freelancer, keine Unternehmen. Keine Unternehmen, kein Interesse bei Freelancern. Wir denken aber, dass wir mit freelance pages 3.0 eine Lösung für dieses Problem gefunden haben und sind natürlich sehr gespannt auf die Marktreaktionen.

Was muss passieren, damit Sie zufrieden sind? Wir sind überzeugt davon, dass unsere Plattform für Freelancer und für Unternehmen einen riesigen Mehrwert bedeutet, wenn sie von beiden Seiten gleichermaßen genutzt wird. Dazu muss zum einen natürlich erst einmal das Leistungsangebot stimmen. Das allein reicht aber noch nicht: Erst wenn ein Freelancer dem anderen Freelancer erzählt, was für eine tolle Plattform er gefunden hat, wird die Plattform ausreichend schnell wachsen können. Mit Marketing und Vertrieb alleine können wir das gar nicht schaffen. Das wird viel zu teuer.

Wenn so ein selbst-tragendes Wachstum eingesetzt hat und sich Angebot und Nachfrage auf der Plattform begegnen – dann sind wir sehr zufrieden.

Verraten Sie uns ein paar Zahlen? Die Zahlen sind kein Geheimnis. Die finden Sie auch auf der Plattform. Wir haben im Moment ca. 1.500 Freelancer auf der Plattform und ungefähr 150 Einsatzunternehmen. Von der kritischen Masse, die notwendig ist, damit der Nachfrage in der Regel ausreichend viele verfügbare Freelancer gegenüberstehen, sind wir damit noch ein gutes Stück entfernt. Die Zahl der erfolgreichen Vermittlungen ist daher noch nicht zufriedenstellend.

Eine weitere Finanzierungsrunde ist geplant

Nach Abschluss der Entwicklung von freelance pages 3.0 starten wir eine Finanzierungsrunde und werden den Großteil der finanziellen Mittel in Marketing und Vertrieb investieren. Wir hoffen, dass wir dadurch dann bald die kritische Masse zusammen bekommen.

 

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