Es gibt ihn, den Traum von einer Agentur

Träumen ist erlaubt. Um so schöner, wenn der Traum plötzlich Wahrheit wird. Und so liest sich das Geschäftmodell von Uplink erst einmal gut. Nach den Gesprächen mit Manuel Meurer und René Oelke bin ich vollends überzeugt. Die Beiden haben in Berlin ein Netzwerk aufgebaut, um freiberufliche Software-Entwickler und Firmen zusammenzubringen. 

Das Netzwerk von Uplink (Webseite: https://uplink.tech) besteht aus 320 freiberuflichen Software-Entwicklern, die Manuel Meurer und René Oelke fast alle persönlich kennen, interviewt haben und sich auch Code-Schnipsel angeschaut haben. Nur so, können sie diese Entwickler guten Gewissens an ihre Kunden vermitteln. „Ein Freelancer, den wir vermitteln, muss schon zu uns passen“, sagt René Oelke.

Und sie sind erfolgreich. Im vergangenen Jahr haben Sie bereits ihren ersten Angestellten, einen Werkstudenten eingestellt. Sie glauben, einen Weg gefunden zu haben, der auch ihren Kunden viele Vorteile bringt. Ein einfaches, durchdachtes, auf Qualität bedachtes Geschäftsmodell, für das die Beiden den Freelance-Nobel-Preis bekommen müssten, wenn es den gäbe (aber vielleicht sollten wir den erfinden). Und so funktioniert das Geschäftsmodell von Uplink:

1. Sie haben sich auf Entwickler in Berlin konzentriert. Der Plan ist es jedoch, Uplink deutschlandweit aufzubauen, Gut 90% der Freelancer und Kunden sind aktuell in Berlin, Hamburg ist als nächstes Ziel ins Auge gefasst. Für die nächsten Monate ist geplant, sich dort mehr zu engagieren. Das bedeutet mehr Kunden zu kontaktieren, den Freelancer-Pool in Hamburg aufbauen und ein erstes Event zu veranstalten.

2. Persönliche Auslese der Entwickler, die in den Pool aufgenommen werden. Anfänglich haben Manuel und René alle Entwickler persönlich kennengelernt. Das ist bei bis zu 5 Zugängen je Woche nicht mehr konsequent möglich. Allerdings haben sie einen Kriterienkatalog, bevor ein Entwickler in die Community aufgenommen wird.

3. Der interessierte Entwickler registriert sich hier. Erforderlich ist eine Erfahrung als Senior-Entwickler. Der Freelancer sollte ein wenig über sich erzählen: Welche Entwickler-Erfahrung er hat, was seine Lieblingskunden sind usw.. Die Voraussetzung, bereits seit mindestens 2 Jahren als Freelancer tätig zu sein, wurde fallengelassen. „Gerade junge Freelancer bereichern die Community, indem sie wichtige und interessante Fragen stellen“, berichtet Manuel.

Manuel Meurer der Gründer und einer der beiden Köpfe von Uplink. Foto: Uplink

4. Danach findet das persönliche Gespräch statt. Erst dann liefert der Freelancer weitere Informationen. Ein Profil muss nicht regelmäßig aktualisiert werden.

5. Jetzt schauen Manuel oder René, ob es einen passenden Kundenbedarf gibt. Nach Rückfrage mit dem Kunden sowie dem Freelancer, werden die Daten ausgetauscht. Und schon können Kunde und Freelancer miteinander in Kontakt treten und prüfen, ob eine Zusammenarbeit zustande kommt. Sonst wird ein anderer Entwickler oder Kunde gesucht.

6. Den Vertrag schließen der Kunde und der Freelancer direkt miteinander. Uplink bekommt von den Umsätzen der ersten 6 Monate lediglich 10%. Eine sehr bescheidene Summe, wie ich finde. „Das reicht da wir nur den Kontakt herstellen und keinen Vertrag abschließen oder die Rechnungsstellung übernehmen. Wir müssen auch keine Honorare vor-finanzieren“, erklärt Manuel.

Sowohl Freelancer, wie auch Kunden und Manuel und René sind zufrieden mit dem Modell. Sie sind überzeugt, die bessere Alternative zu dem gängigen Vermittlungsmodell zu sein. Ihr Erfolg scheint auf dem konzentrierten Wirkungskreis sowie der eigenen Erfahrung als Entwickler zu liegen. Das hilft ihnen, die passenden Freelancer auszuwählen. So haben sie ein gut funktionierendes Freelancer-Netzwerk aufgebaut, das sich auch immer wieder persönlich trifft. Gleichzeitig haben sie es geschafft, einen interessanten Kundenkreis aufzubauen.

Dazu passt auch, dass Uplink sowohl auf Freelancer-, wie auf Kundenseite durch Empfehlungen wächst. Ihr Kundenkreis setzt sich – ganz typisch für Berlin – hauptsächlich aus Startups, Agenturen und Labs größerer Unternehmen zusammen. Im ersten Quartal des Jahres hat Uplink nach eigenen Angaben ihren Freelancern jeden Monat bis zu 25 Projekte anbieten können. 33 Projekte konnten mit Uplink-Freelancer besetzt werden. Eine stolze Vermittlungsquote, wie ich finde.

Uplink freut sich über weitere Freelancer und Kunden, nicht nur aus Berlin.

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